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Ökoeffizienz-Analyse für Geschirr widerlegt Vorurteile
Frankfurt (Main), 6.5.2004. Zu interessanten und sehr differenzierenden Ergebnissen kommt eine jetzt vorgelegte Ökoeffizienz-Analyse, die Einweg- und Mehrweggeschirr im Außer-Haus-Einsatz und Kantinenbereich untersucht hat.
Die Ökoeffizienz-Analyse untersucht gleichrangig ökologische und ökonomische Kriterien über den gesamten Produkt-Lebensweg und ist damit eine zukunftsweisende Methode im Rahmen einer ganzheitlichen Beurteilung.
Diese Bilanz, die im übrigen den DIN-Anforderungen entspricht, vergleicht dabei zunächst Geschirr aus Kunststoff und Karton mit solchen aus Glas, Porzellan und Chromstahl bei einer Veranstaltung "außer Haus". Dabei stellen sich die Serviceverpackungen aus Karton, wie auch aus Polystyrol als die ökoeffizientere Lösung gegenüber dem Mehrweggeschirr dar. Die Einweg-Serviceverpackungen sind nicht nur wesentlich günstiger als das Mehrweggeschirr, sie schneiden in einigen Kategorien auch ökologisch besser ab.
Anders sieht es bei der Nutzung innerhalb einer Kantine aus. Nach der Ökoeffizienz-Analyse ist das Mehrweggeschirr dort in den meisten Belangen Einweg gegenüber ökologisch und ökonomisch überlegen. Geht man allerdings von einer Bruchrate von 3 % aus, so sind die Serviceverpackungen aus Karton vergleichbar ökoeffizient wie das Mehrweggeschirr.
Die jetzt vorgestellte Ökoeffizienz-Analyse zeigt damit eindeutig: Es gibt bei Serviceverpackungen keine durchgängigen Vorteile von Mehrweg gegenüber Einweg oder umgekehrt; vielmehr hängt es von der spezifischen Nutzung ab, welches Produkt ökoeffizient eingesetzt werden sollte. Gerade bei Außer-Haus-Veranstaltungen, wie z.B. Volks- oder Straßenfesten, sind Serviceverpackungen aus Kunststoff und Karton nicht nur aus hygienischen und gesundheitlichen Gründen geboten, sondern auch aus Ökoeffizienz-Gesichtspunkten vorteilhaft. Insbesondere Kommunen wie auch die betroffenen Wirtschaftskreise sollten dies bei ihren zukünftigen Entscheidungen berücksichtigen.
Ansprechpartner:
Ulf Kelterborn
Fachverband Verpackung im GKV
Am Hauptbahnhof 12
60329 Frankfurt
Tel. 069-27107-27, Fax: 069-239835
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